Data
Integration (DI)
Datenflüsse führen, Quellen klären,
Änderungen beherrschbar machen
Data Integration ist der Fahrplan für Daten unterwegs. Wo entstehen sie, wo dürfen sie verändert werden, welche Fassung gilt – und wann. Diese Festlegungen entscheiden darüber, ob Änderungen in der Landschaft planbar bleiben oder zu Risiken werden.
Ansprechpartner
Johannes Sprenger
Consulting Partner | ERP, Low-Code-Plattformen und Datenintegration
Dr. Michael Kunz
Consulting Partner | Digitale Geschäftsmodelle & Prozessinnovation

Einordnung
Projektweise Integrationen können lange funktionieren. Mit jeder zusätzlichen Anwendung steigt jedoch die Kopplung. Dann wird jede Änderung teuer, wenn Quelle, Veränderungsrecht und Freigaben nicht sauber entschieden sind.
Ein konsequenter Blick auf Datenrollen und Zeitlage schafft hier Klarheit, bevor Plattform- oder Architekturentscheidungen fallen. Es geht weniger um „Schnittstellen bauen“ als um Verantwortung für Daten in Bewegung.
Data Integration in der Unternehmenslandschaft
Integration verbindet operative Systeme (z. B. ERP), kundennahen Kontext (z. B. CRM), Domänen wie MDM/PIM/DAM sowie Analyse- und Plattformkomponenten. Relevant sind die Übergänge: Wo wird Qualität vorausgesetzt, wo wird sie hergestellt, und wer trägt Verantwortung, wenn sie nicht passt.
Sobald Formate, Einheiten, Statuslogiken oder Identitäten übersetzt werden, entstehen fachliche Regeln. Wenn diese Regeln in Middleware verschwinden, wird Verantwortung unsichtbar. Störungen werden dann zur Deutungsfrage statt zur Entscheidung.

Verantwortung
Verantwortung in Data Integration heißt: Datenflüsse wie Betrieb führen. Monitoring, Störungsbehandlung, geregelte Änderungen, Versions- und Release-Fähigkeit. Es geht um wartbare Kopplung – ohne Punkt-zu-Punkt-Wildwuchs und ohne Standards, die reale Übergänge umgehen.
Typische Spannungsfelder
Zeitlage und Verlässlichkeit passen oft nicht zusammen. „Echtzeit“ wird erwartet, obwohl Quellen, Freigaben oder Prozesse das nicht hergeben. Zwischenstände, Korrekturen und parallele Bestandsbilder sind die Folge.
Ein zweites Feld ist Semantik: Schlüssel, Status, Einheiten. Fachlich geprägt, technisch umgesetzt, organisatorisch verantwortet. Ohne eindeutige Zuständigkeit wird jede Anpassung zur Abstimmung und jede Störung zur Eskalation.
Was entschieden sein muss
- Welche Datenflüsse sind geschäftskritisch – und welche Zeitlage ist dafür wirklich erforderlich?
- Wo liegt je Datenobjekt die Quelle der Wahrheit, inklusive Veränderungsrecht und Freigabe?
- Welche Transformationen sind fachlich zulässig – und wer verantwortet diese Regeln?
- Wie werden Fehler, Abweichungen und Ausnahmen behandelt (Eskalation, Korrekturweg, Nachvollziehbarkeit)?
- Welche Integrationen müssen release- und versionsfähig geführt werden, damit Änderungen planbar bleiben?
Marktüberblick
Gerade in frühen Phasen hilft ein nüchterner Blick auf den Markt. Für diese Domäne nutzen wir den SIMIO Navigator als strukturierte Übersicht.
Wir helfen bei
- Festlegung von Datenrollen je Objekt: Quelle, Nutzung, Veränderung, Freigabe
- Entscheidungsvorlagen zur Zeitlage (Batch/near real-time), inklusive Konsequenzen für Betrieb und Prozesse
- Sichtbarmachen und Verantworten von Transformationsregeln (Status, Einheiten, Identitäten)
- Stabilisierung kritischer Flüsse: Monitoring, Störungswege, klare Eingriffsrechte
- Einordnung von Integrationsplattformen und Integrationsmustern aus Sicht von Wartbarkeit und Entscheidbarkeit

