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Low-Code / No-Code2026-03-31T20:13:33+02:00

Low-Code/No-Code-Plattformen (LCNC)

Schnelle Umsetzung mit klaren Leitplanken

Low-Code/No-Code verkürzt den Weg von Bedarf zu funktionsfähiger Anwendung. Das ist wertvoll, wenn Fachbereiche schnell entlastet werden sollen. Gleichzeitig wird LCNC Teil der Systemlandschaft – und muss entsprechend geführt werden: mit Regeln für Datenzugriff, Betrieb und Verantwortung.

Ansprechpartner

Johannes Sprenger
Consulting Partner | ERP, Low-Code-Plattformen und Datenintegration

Dr. Michael Kunz
Consulting Partner | Digitale Geschäftsmodelle & Prozessinnovation

Einordnung

LCNC ist damit nicht nur „Plattformwahl“, sondern ein Steuerungs- und Umsetzungsgegenstand: Welche Anwendungen entstehen, wie greifen sie auf Daten und Prozesse zu, und wie bleiben Betrieb und Verantwortung geklärt.

Typisch sind Lösungen, die nahe am Alltag liegen: Formulare, Workflows, Prüfungen, kleine Frontends, Automatisierungen und Datenerfassung. Mit jeder produktiven Nutzung wird LCNC Teil der Systemlandschaft – und muss entsprechend geführt werden.

Low-Code/No-Code in der Unternehmenslandschaft

LCNC liegt zwischen Fachbereichen, IT, Security und Betrieb. Es berührt Identitäten, Berechtigungen, Datenquellen und Prozesse quer durch die Landschaft. Sobald LCNC an Kernsysteme andockt, wird es zum Teil der operativen Kette – inklusive Support, Releases und Ausfallfolgen.

Typisch sind Übergänge, die früh entschieden werden müssen: Welche Daten dürfen genutzt werden, aus welchen Quellen, in welcher Zeitlage. Welche Integrationen sind zulässig. Und wie werden Änderungen versioniert und ausgerollt. Ohne diese Klärungen entstehen parallele Lösungen, die im Alltag funktionieren, aber später schwer zurückzuholen sind.

Illustration zur No-Code-App-Entwicklung mit Workflow, Datenbank und sicherer mobiler Benutzerverwaltung

Verantwortung

Verantwortung in LCNC heißt, Entwicklung nicht dem Einzelfall zu überlassen. Es braucht klare Leitplanken für Datenzugriff, Berechtigungen, Qualität und Betrieb – und gleichzeitig genug Spielraum, damit Umsetzung nicht wieder am „Projektantrag“ hängen bleibt.

Wichtig ist die Grenze zwischen Prototyp und produktivem Baustein. Sobald eine Lösung in Abwicklung, Kundenkontakt oder Compliance wirkt, muss sie wie eine reguläre Anwendung geführt werden: nachvollziehbare Änderungen, Tests, Monitoring, definierte Zuständigkeit.

Typische Spannungsfelder

LCNC wird oft als Abkürzung genutzt, um Engpässe zu umgehen. Der Effekt ist schnell sichtbar, die Folgekosten später: unklare Ownership, fehlender Support, keine Release-Logik. Dann wird aus Tempo technischer Schuldenstand.

Ein zweites Feld ist Datenzugriff. Wenn Datenrollen und Quellenlage nicht entschieden sind, wird LCNC zum Ort, an dem Regeln „praktisch“ gelöst werden. Das rächt sich bei Audits, Reorganisationen oder wenn mehrere Lösungen dieselben Daten anders interpretieren.

Und schließlich: Plattformgrenzen werden unterschätzt. Was als kleines Formular beginnt, wächst schnell zum Prozesskern. Ohne Kriterien für Wachstum, Migration oder Stilllegung bleibt das Systembild diffus.

Was entschieden sein muss

  • Welche Arten von Anwendungen dürfen mit LCNC entstehen – und ab wann ist klassische Entwicklung oder ein Produktteam erforderlich?
  • Wer besitzt Veränderungsrecht, wer gibt frei, und wie laufen Tests und Abnahme, bevor etwas produktiv wird?
  • Welche Daten dürfen genutzt werden (Quelle, Zweck, Berechtigungen) – und wie wird das technisch kontrolliert?
  • Welche Integrationen sind erlaubt, welche nicht – und wer entscheidet Ausnahmen?
  • Wie sind Betrieb und Support geregelt (Monitoring, Incident, Release, Dokumentation, Kosten)?
  • Was passiert mit Lösungen, die wachsen: Übergabe, Weiterentwicklung, Ablösung oder Stilllegung?

Wir helfen bei

  • Einordnung, welche Use Cases für LCNC geeignet sind und wo Grenzen sinnvoll sind
  • Auswahl und Bewertung von Plattformen entlang Ihrer Anforderungen (Betrieb, Security, Integration, Lebenszyklus)
  • Umsetzung von LCNC-Lösungen: von Prototyp bis produktiv, inkl. Tests, Roll-out und Übergang in den Betrieb
  • Projektbegleitung: Anforderungen schärfen, Prioritäten führen, Entscheidungs- und Abnahmewege etablieren
  • Regelung von Datenzugriff, Berechtigungen und Integrationen, damit Lösungen nicht im Schatten wachsen
  • Stabilisierung nach Go-live: Verbesserungs-Workshops, Release-Takt, Rückbau von Nebenwegen