
Prozess-Steuerung
Prozesse werden lang, wenn Daten fehlen
Viele Prozessdiskussionen drehen sich um Verantwortlichkeiten, Meetings und Übergaben. In der Praxis ist der Engpass oft einfacher: Die entscheidungsrelevanten Daten liegen nicht vor – oder sie liegen zu spät, am falschen Ort, in nicht eindeutiger Form vor. Dann entsteht Prozessarbeit als Ersatz: Menschen sammeln Informationen ein, bereiten sie auf, gleichen sie ab und tragen sie weiter.
Solche Abläufe sind stabil, solange einzelne Personen die Lücken schließen. Für Führung wird es schwierig, weil sich die Steuerung in den Zwischenräumen abspielt: über Nachfragen, Korrekturen und Ausnahmen. Mit wachsendem Tempo oder Varianten nimmt diese Nebenarbeit zu – und Prozesse werden nicht klarer, sondern länger.
Prozess-Steuerung bedeutet für uns deshalb vor allem: Daten so festlegen und bereitstellen, dass Entscheidungen im Ablauf möglich sind, ohne dass Menschen ständig Daten „herstellen“ müssen.


