Was ist DAM?
Digital Asset Management
Abgrenzung
DAM im engeren Sinn kontrolliert und kategorisert nur final produzierte Bild-Dateien, die für eine Wiederverwendung permanent im Zugriff benötigt werden.
Derartige Informationen können umgekehrt auch in einem DAM-System gespeichert werden, doch sprengt die Komplexität der Datenstrukturen rasch die Flexibilität des DAM-Datenmodells, weswegen es in solchen Fällen gebräuchlich ist, mehrere Systeme getrennt mit dediziertem Fokusbereich und einer verbindenden Schnittstelle zu betreiben.
Typische Einsatzgebiete
Auf dem Markt gibt es eine umfassende Anzahl an Anbietern, die ausgereifte DAM-Systeme bieten und die im Kern der Funktionalität Gemeinsamkeiten haben.
Durch den Einzug von KI ergeben sich disruptive Veränderungen, doch bleiben die Hauptanwendungsfälle gleich: ein Asset in seinem Lifecycle zu verwalten, d. h. es geht um
Effiziente Darstellungsmöglichkeiten der Assets abhängig von Benutzerrechten und auf Basis der Metainformationen, etwa in einer Navigationsstruktur oder auf themenbasierten Portalseiten, um sie leicht zu finden
Häufige Integrationen
Um ein Asset durch den Lifecycle zu schleusen, kommen verschiedenste Tools zum Einsatz – und alle diese Tools sind potentiell für eine DAM-Integration interessant.
Schnittstellen zu Product Information Management (PIM) oder Enterprise Ressource Plannung (ERP) Systemen sind beliebt, um in diesen Systemen Vorschaubilder der Produkte anzeigen zu können. Umgekehrt werden solche Systeme von DAM-Systemen oft angezapft, um Metainformationen zu gewinnen und beispielsweise die Suche nach Artikelnummer zu gewährleisten.
Zielgruppe
Nutzen
- Jeder, der Verantwortung für die Bereitstellung von Bilddaten übernimmt, kennt es: Die Recherche nach der richtigen Datei ist oft nervenaufreibend und langwierig. Geschuldet ist es der Tatsache, dass Daten in Silos und oft ohne ausreichende Metainformationen gespeichert werden. Erst durch die zentrale Verwatung in einem DAM-System wird der Wert der Assets nutzbar.
- Ebenso sind Verwendungen alter Bilder mit Darstellungen, die nicht der aktuellen Corporate Identity entsprechen, ein Ärgernis. Und nicht selten rufen Urheberrechts-Verletzungen sogar die Judikative auf den Plan, was im schlimmsten Fall zu empfindlich hohen Schadenszahlungen führt.
- Die Verwendung von KI in DAM-Systemen führt darüber hinaus zu einem gewaltigen Produktivitäts-Schub. Durch generative KI ist es möglich, Assets zu generieren oder zumindest deren Metainformationen automatisiert anzureichern. In die IT-Landschaft eingebettet kann der Automatisierungsgrad beim Ausspielen und damit auch die Datenqualität enorm verbessert werden.